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24.11.2006 Bermersbach: Probenwochenende

Freitag, 24. November 2006 - Sonntag, 26. November 2006

Es ist Sonntag, der 26.11.2006 (wer lese konn, isch klar im Vordaiihl). Ich sitze mitten im tiefsten Schwarzwald und kann (wieder einmal) nicht fassen, was ich die drei vergangenen Tage erleben durfte / musste / wollte…

Alles begann so harmlos (eigentlich auch wie jedes Jahr mal wieder). Wir reisen an, kommen beinahe den Nuckel nicht buff und als wir dann glücklich oben angekommen sind, nehmen wir unser Domizil für die nächsten drei Tage in Beschlag.

„PLOCK“ – das erste Bier wird geöffnet… und damit ist es eigentlich schon wieder passiert! Die Weichen sind gestellt! Und als ob uns eine höhere Macht steuert können wir keinen Einhalt mehr gebieten…

Die letzten Nachzügler trudeln selbstverständlich mit einigen Stunden Verspätung auch endlich ein, wobei das Mitleid bei allen bereits Anwesenden recht groß ist, wenn man bedenkt, in welch stickiger Atmosphäre sie die vergangenen 60 Minuten verbracht haben!

Nachdem die letzten Utensilien (Getränke, Knabbersachen, Fleisch, Nudel, Salat, Bettzeugs – ja, in genau der Prioritäten-Rangliste!) verstaut sind, gibt’s Abendessen (Ramazotti, Weizen und anschliessend Vesper), bevor es an den ersten gemütlichen Teil geht.

Obwohl eine erste offizielle Probe ansteht, ziehen es unsere Bläser doch vor, den eigenen Flüssigkeitshaushalt gegenzuchecken und isotonische Getränke mit entsprechendem Elektrolytanteil zu sich zu nehmen. Das Schlagwerk müht sich mittlerweile (mehr schlecht als recht) damit ab, die Schlagfolgen unserer neuen Lieder zu imitieren. Wie sich Samstags herausstellen wird, hätten sie sich ebenfalls lieber der internen Körperpflege gewidmet!

Kurze Zeit darauf – keiner weißt so recht, wo sie herkamen und wer sie in die optisch doch recht interessanten Kostüme (halderlohse Strimpf unn korze Recklinn) geschossen hat – treten drei Grazien ( Doris, Petra und Birgit) auf den Plan und dekorieren höchstrangige Fudiggl mit sehr schmeichelhaften Orden (für neue Leser: die Ordensverleihungen der Fudiggl haben sehr große und intensive Tradition). Es gefallen besonders der „Nochklepfelsoddä“ und der „Rabbelbladz-Defilis-Oddä!“

Die Nacht ist wie immer recht kurz, wobei in diesem Jahr der Umzugsservice Hofmann + Köck nicht beauftragt worden ist – wie gut! Nachteil: die Nachtschicht des Fudiggl-eigenen Sägewerks arbeitet anscheinend Akkord!

Auffallend ist jedoch, dass sich unter uns Fudiggl eine solche Erziehungsberechtigte befindet, die sich nicht um ihre Tochter kümmert, so daß der Onkel einspringen muss und tatsächlich die Frechheit besitzt, selbige junge Dame (und ich meine wirklich jung!) schon um halb 4 morgens zum 3. Mal ins Bett zu schicken. Und wie erfrischend ist doch unsere Jugend, wenn eben genau diese Dame um halb 5 von einer (tatsächlich staatlich anerkannten) Erzieherin nochmals aufgefordert wird, sich ins Bett zu legen… (die Berichte gehen an dieser Stelle auseinander, ob sie es geschafft hat, die junge Dame zu überzeugen oder nicht).

Wie üblich sind am nächsten Morgen die Gesichter deutlich länger als noch am Vorabend und insgeheim stellt sich so mancher die Frage: „Isch’s dess wirklich wehrd? Die viel Sauferei, des Raache und Dummgebabbel?“

Und wie jedes Jahr ist nach kurzem und zähen Ringen die Frage wieder eineindeutig beantwortet: „Ja, dess Kopfweh isch’s a wirrrigglich wehrd!“

Die nachfolgenden Minuten sind schnell erzählt: Kaffee, ’n warmor Wegg oder sowas in der Art, Zeehbudze unn Ohscherre für die erste Probe.

1. Probe – nuja!

Mittagessen, 2. Probe.

Schu e bissl bessor!

In der anschliessenden nachmittäglichen Ruhe, in der wie üblich zwei arme (oder war’s armselig?) Gestalten sich darum kümmern, die Truppe ernährungstechnisch wieder ins Lot zu bringen, entschließen sich zwei Damen (die oij unn die onnor), zu einer kleinen Erkundungstour aufzubrechen, die anschliessend als „Pfadfinder-Gedächtnistour“ in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die eine junge Dame üblicherweise sehr viel Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild legt. Da sie jedoch nicht vermutet hatte, mehrere Stunden unterwegs zu sein und sich (da ohne GPS und vernünftiges Kartenmaterial ausgestattet) – natürlich – mit ihrer Wanderpartnerin verlaufen musste („hoffentlich nedd de Berrigg nuff“ und „hoffentlich nedd in de Wald noi“), war ihr Aufzug nur noch umso erheiternder für uns, den Rest, der (vernünftigerweise) in der Hütte zurückgeblieben war!
Erschreckend ist vermutlich nur die Tatsache, dass die Reaktion der Dame und anschließenden Taxifahrerin, die die beiden aufsammelte, als erstes fragte, ob sie von Wissädal seien!
Wir vermuten, dass sich unsere städtischen Mitbewohner des öfteren in entsprechenden Aufzügen rund um Bermersbach verirren! Oder ist Petra etwa regelmäßig an Wochenenden dort und geht wandern? Wir wissen es nicht…

Auf alle Fälle sprechen wir an dieser Stelle unserer lieben Petra ein recht herzliches „Danke schön!“ für ihren Auftritt in Schlafanzug unn Veloursstiffilin aus… (unn hoffentlich hodd jemond Bildor gmacht for d’Webseit!)

Unterwegs hat Petra es natürlich nicht versäumt, den Wissädäla Lokalkolorit im tiefen Schwarzwald zu verbreiten: „Sie misse entschuldische, mir misste nach Berrrrrmerrrrsbach!“ – was sicherlich nur der versteht, der Petra in natura kennt! ;-)

Lobend anerkennen wir, dass die beiden es pünktlichst zum Abendessen geschafft haben, wieder hier zu sein.

Abendessen – wie immer. Saugut awwor doch recht feddich!

3. Probe – so langsam hört man, was es sein soll!

Eine offizielle Abendveranstaltung mit vorher definiertem Programm fiel (leider – oooooh!) aus. Aber auch das war nicht weiter dramatisch, da eine weitere junge Dame regelrecht darum bettelte, Mittelpunkt des Abends zu werden.

Vorher wurde jedoch noch – allerdings ohne Orden – die Alterspräsidentin gekürt.

Zur sich anschließenden Sahneorgie auf dem Rücken (unn a noch e bissl diefor) der in vorletztem Absatz genannten Person, will der Autor aus Rücksicht keine weiteren Worte verlieren.

Obwohl… doch, weil’s so „scheeee“ war! Friiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitz, vielen lieben Dank! Das war echt hammerhart!

Bemerkenswert waren die allgemeinen Reaktionen der beiden ebenfalls noch im Zimmer anwesenden Damen: „A jedzd heehrd doch uff, machds Lichd aus, die Sohnebix zu unn loss’d sie schlofe!“. Die andere Dame, die beinahe nicht in ihrem Bett auszumachen war (Fachleute sprechen von unglaublichen 30 Zentimetern, auf die sie sich zusammengerollt haben soll), reagierte einfach nur sehr gelassen: „Sinn sie weg?“

Soviel zum Zusammenhalt der drei Damen… hähä!

A propos Zusammenhalt: bei einer der drei Damen ging der Zusammenhalt soweit, dass sie in der ganzen Zeit im Schwarzwald keinen „FUN“ hatte, die Arme!
Der einzige Kommentar, der unserem musikalischen Leiter dazu einfiel, war: „druff gschisse!“

Am nächsten Morgen war dann erst mal Morgentoilette angesagt (wieso ich wohl jetzt darauf komme?). Anschliessend wieder Frühstück und…

… Probe. Aah, so langsam wird’s was!

Danach wurde die Bude geputzt und alle Sachen verstaut (Klamotten, Schlafsäcke und die Reste der Verpflegung). Irgendwie war dieses Jahr mehr übrig, was wieder mit nach Hause durfte. Und irgendwie hatte jeder auch mehr in seinem Kofferraum als im vergangenen Jahr. Komisch!

Dann probten wir nochmal. Und jetzt war’s schon richtig gut. Ihr dürft gespannt sein, wenn wir in der neuen Kampagne folgende Lieder spielen:

Nee, wird doch nicht verraten! Oder um mit Karin’s Worten zu sprechen: „De Hund mobbld dors!“

Mobble unn Saiche! Irgendwie isch’s doch jeedes Johr ’selbe!

Dieses Jahr hatten wir insofern ein Highlight, als dass wir einen waschechten Fuhgensaicher unter uns hatten. Neben seinen Fähigkeiten, zwischen den Fugen durchpinkeln zu können, brillierte seine Mutter mit der Aussage: „Ich glaab, ich derf P…PP nedd so offd middem Hund laafe losse, nedd dass der mohnd, der muss iwwerall margiehre!“

Was des „Mobble“ ohgonge isch, hatten die Honkys jedoch deutlich die Nase vorn… also, nee, eigentlich war’s die Nas am allerwenigschde, was vorne naus gonge isch!
Und da unser musikalischer Leiter gerade gut drauf war, veranlasste ihn das zu folgendem weiteren Kommentar: „bei de Honky misse koi Ochsä debei soi, die mache a ohne Schubkerchels“

Unser 1. Vorstand meinte darauf: „So long sie nedd glahde sinn, gibbds a koi Milch!“

Und unser 2. Vorstand konterte ganz gelassen mit „e Kuh muss zum Rabble nedd de Schwonz lupfä!“

Mit kurzen Worten: ’s war alles all inclusive – ’s Fazze, d’Keesfiehs, ’s Schnarchä, Fressä, Saufä, Schlofä, die bleede Sprich unn ah ’s bissl-doh-gwessd-Soi!

Schee war’s widdor!

Eines ist jedoch offen geblieben (und das ist wahrscheinlich auch gut so). Am darauffolgenden Montag hatte die oben genannte junge Dame, die nicht ins Bett wollte, Stuhlkreis in der Schule. Wie ihre Lehrerin wohl darauf reagiert hat, daß ihre Rabenmutter sie nicht frühzeitig ins Bett geschickt hat, sie dann trotz allem irgendwann – dann allerdings mit drei Kerlen – ins Bett gegangen ist, während ihr Vater besoffen im Keller lag, das bleibt wohl ewig unbeantwortet…

Es griehßt Eich herzlischsd,

de Webmaschdor

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Beginn:
Freitag, 24. November 2006
Ende:
Sonntag, 26. November 2006
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