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15.-17.11.2019 Probenwochenende Bermersbach

November 15 @ 16:00 - November 17 @ 14:00

Im November steht unser jährliches Probenwochenende an. Auch dieses Jahr wieder in

Bermersbach 2019

FREITAG

Nachdem wir wie in den vergangenen Jahren auch zur Unzeit (17 Uhr) nach Bermersbach aufbrechen und natürlich (!) auch wieder Massen an Verkehr auf der A5 erfahren dürfen, erreichen wir letztlich doch recht zeitig (kurz nach 18 Uhr) unseren Aufenthaltsort für die nächsten drei Tage. Auspacken in routinierter Manier und erste Getränke kippen.

Für den Chronisten beginnt Bermersbach mit einem Schock: das wichtigste Utensiel vergessen mitzubringen! Doch ratzfatz ist eine Chronistenassistenz gefunden, deren Job in den drei Tagen sehr geruhsam sein wird: er begrenzt sich auf das Zurverfügungstellen eines Schreibblocks inkl. -utensiel (Kuli).

Die beiden dürfen sogleich Arbeit aufnehmen:
Marion: „Hosch unnä schu alles nohgrichd?“
Tanja: „Der isch schu färddich!“
Sven: „Unn ghauford hewwi ah schu!“

Und schon geht auch das erste Mimimi los. Tanja jammert direkt los, dass sie schon so müde sei (es ist noch nicht einmal 20 Uhr).
Christina: „Du konnsch nedd vor de erschdä Brohb em Bedd liejä!?“
Sven: „Donn isch’dor ein Oidrahg en de Chronik gwiss!“

Dafür macht sich Familie Dörr unsterblich, weil sie extra einen eigens dafür entworfenen Bermersbach-Button erstellt und jedem einen mitgebracht hat! Sensationell:

 

Anschließend wird erst einmal gevespert. Während des Vespers ist einigermaßen Ruhe, weil jeder rechten Hunger hat.

Jodd: „So e Lyoner schmeggd jo wie Kozzä, awwor oimohl em Johr schmeggd’s geil!“

Danach geht’s ins Foyer, die ersten Flaschen werden geöffnet und die Dialoge werden feinsinniger.
Uwe: „Bei de Meedlin immor enn’d Midd noidriggä!“

Dazu fallen dann auch Aussagen wie: „I bin frisch rasiard, gschmeidich und glidschich!“ (Carina) unn „Solong i on moim Schdändor rumschrauwä konn, isch alles guhd!“ (Jodd)

In den nachfolgenden Minuten wird fleißig für Flüssigkeitszufuhr gesorgt – nicht, dass wir dehydrieren! Wie sich in der anschließenden Probe direkt im Anschluss zeigen wird, wird’s aber generell und über alle Instrumentenklassen hinweg… sagen wir: leicht übertrieben. Dehydration ist definitiv kein Thema!

Dann beginnt die erste Probe. Unser erster Vorstand kommentiert die gemütliche Kuschelichkeit im Probenraum mit: „Do isch awwor arschlocheng, do hin!“.
Und wie wir es von ihm gewohnt sind, schiebt er in seiner charmanten, liebenswerten Art direkt noch einen Nieser nach.
Christina: „Was hoschen?“
Jodd: „Schneggeallorgie!“

Und bevor wir uns daran machen, unsere Instrumente das erste Mal zu plagen, kuscheln die beiden Schlagzeuge miteinander, die Becken berühren sich.
Lars: „Ich mag des, wenn Beggä Kondaggd hen!“

Dann folgt die offizielle Begrüßung durch unseren Interims-Muli. An dieser Stelle herzliche Grüße an unseren Muli, der aus beruflichen Gründen leider verhindert war.
Daniel: „Ihr missd koi Engschd vor mor hawwä“.
Lächerlich.

Überraschend hingegen war die Aussage von Bassdrommlors Mommä.
Patrick: „… heidd viel saufä!“
Karin: „Do bin ich a devohr!“
Patrick: „‘d Mommä isch a devohr!“

Donn gehd’s los. Und schon in den Anfängen des allerersten Lieds fliegt der erschde Steggl vorrd! Christina darf sich an den Opernbecken versuchen und haut sich direkt die Hand auf und blutig. Jaja, Rhythmus isch aggressiv!

Tanja übernimmt und – haut sich ebenfalls blutig! Und fällt um und aus… des gibbd e T-Shörd: „Blut! Pflaschdor! Ohnmacht!“

Das viele Blut wiederum regt unseren Bassdrommlor an, das Tier in sich rauszulassen und sich als MMA-Fighter zu präsentieren:

 

Während des Bildmachens zoomt das verwendete Smartphone auf Patricks „Zentrum“.
Sven: „Warum zoomt der uff doin Sagg?“
Inge: „G’sichtserkennung!“

Völlig überraschender- und unverständlicherweise ist die Probe von einigermaßen Disziplinlosigkeit geprägt, was am folgenden Tag noch zu der ein oder anderen Aussage führen wird. Erinnert sei an dieser Stelle, dass wir vor wenigen Jahren noch freitags abends überhaupt keine Probe hatten und stattdessen lustig versucht haben, rhythmisch zu klatschen… und sonntags trotzdem ein bis zwei neue Runden standen!

Generell war die Probe ein wenig aggressiv. Nicht nur aufgrund der blutig gehauenen Finger und Hände!
Lars (ein wenig genervt und aggressiv) zum Interims-Muli: „Schwetz du midd mor, wonn’s ums Schlagzeig gehd!“
Von dem wiederum erfahren wir: „Ich hebb en (den Muli, der Redakteur) em leddschde Johr schu absäje wolle…“
Und bevor er das hat ausführen können, fährt ihm Lars charmant in die Parade: „… awwor d’Seeg war schdumbf…“

Entgegen dieser tatsächlich lustig gemeinten Aussagen machen wir uns dann einigermaßen ernsthaft an Iron Maiden, wozu Daniel einen besonderen Ansporn für sich entwickelt hat.
Daniel: „Schu elloij deswejä, weil’s Hombriggä nedd nohgebrochd hodd!“

Nachdem wir bereits in der vorangegangenen Mittwochsprobe eine recht gute Version auf die Beine gestellt hatten… verkacken wir’s erstmal, um’s dann ein paar Minuten später in einer recht ansehnlichen Version stehen zu haben.

Dann beendet der Muli die erschde Brohb – wegen der allgemeinen Unaufmerksamkeit einigermaßen angepisst, was wir ihm aber direkt wieder austreiben, indem wir ihm zu Liebe den Guggenmarsch spielen und er es sich nicht nehmen lässt, mitzuhupen! So macht er es einerseits sich leichter, weil er ansonsten die nachfolgenden Tage eine Dauerschleife zu seiner Sissihaftigkeit bekommen hätte, und uns auch. Auch wenn wir der verpassten Gelegenheit durchaus ein wenig nachtrauern… aber es wird noch weitere Möglichkeiten geben, dem ein oder anderen Teilnehmer sein Fett zu geben!

Wir verlagern unsere Aktivitäten ins Foyer. Dort läuft (natürlich!) irgendwann auch wieder der Freestyler. Unsere Schnegglin sind aufgrund der anstehenden Premiere des 1. offiziellen Hausschlabbä-Contests ein wenig angespannt und versuchen ihre Nervosität kollektiv wegzutanzen.
Lars: „Ich muss des objektiv seje! Ich konn jo nedd sachä, die Lisa donzd em beschde, weil’se die Schärfschd isch!?“

Nach dem Lied bereiten sich die Mädels also auf den Hausschlabbä-Contest vor und nehmen auf dem Esstisch Platz. Das Ganze erinnert – aber nur ein wenig – an das vielbemühte Bild der Hennen auf der Stange:

Nach einigem Hin und Her und einer dann doch überraschend schnellen Jury-Entscheidung wird die erste Gewinnerin des 1. Hausschlabbä-Contest gekührt:

Herzlichen Glückwunsch unserer Organisatorin zu diesem ehrenvollen Preis! Und viel Erfolg im nächsten Jahr beim Versuch, den Titel zu verteidigen!
Allen anderen Teilnehmerinnen einen herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz! Und viel Erfolg im nächsten Jahr, den Titel zu gewinnen!

Wenden wir uns wieder dem Foyer zu, wo wir eigenen Eierlikör (Danke, Florian!) genießen und zwischenzeitlich hoher Besuch eingetroffen ist. Wie in jedem Jahr beehrt uns unsere ehemalige Trompete Robin mit seinem Besuch. Und man merkt immer direkt, wann er da ist: das Foyer gleicht einer Opium-Höhle!

Sein Bruder widmet sich seinem Bermersbacher Lieblingsgetränk und schenkt sich einen ordentlichen Humpen Jacky-Cola ein. Beim Niesen durchzuckt Schmerz seinen Körper.
Patrick: „Ich hebb doch schu Kreizweh!“
Sven: „Dringsch du den uff Rezept?“

Zwischenzeitlich ziert Lisa Inge mit einer eigenwilligen Frisur – sowohl oben auf dem Kopf als auch vorne am Bart.

Dann besucht uns Uwe in seiner Jury-Kluft, was stark an ein Kondom erinnert und Robin zu einem gelungenen Einstieg in sein Wochenende mit uns veranlasst: „Jesses, de Billyboy isch do!“

Robin ist sowieso gut drauf (Wasserpfeife hin oder her) und haut den ein oder anderen gelungenen Kommentar raus. Teilweise wird’s sogar ein wenig vielosofisch. Sein Kommentar zu Lars‘ Outfit, der sich mühevoll aber letztlich wenig erfolgreich eine Fliege aus Trinkhalmen gebunden hatte: „Wonn’s koi Flieg isch, isch’s koi Flieg!“.

Um 2 Uhr ist das Foyer quasi leergefegt, weil irgendein Seggl (Danke, Sven!) den offiziellen Probeplan ein wenig… aufgepimpt hat und auf allgemeinen Wunsch hin sowohl für 2 als auch 3 Uhr den Easy auf’s Programm geschrieben hat. „Unn wonn des offiziell geblohnd isch, donn wärdd sich a droh ghaldä!“ Also hauen wir quasi eine Zusatzprobe dazwischen, zu der aber nur wenige erschienen sind. Für die anderen gibt’s Fehlpunkte…

Anschließend wartet Robin im Foyer in seiner gewohnt souveränen, filosofischen Ader sogar mit beinahe hellseherischen Fähigkeiten auf: „Unn irgendwonn kummd der Punkt, do wärd’s olwor!“

Und er sollte recht behalten: um 2.37 Uhr will seine Mama die Musik auflegen!!! Das führt zu einer plötzlichen brüderlichen Allianz und Erleichterung sämtlicher Anwesenden.
Robin: „Du gesch emohl weit weg vunn derrä Blaylischd!“
Patrick: „Do hosch du Rechd!!!“

Dann ist auch schon 3 Uhr und die zweite nächtliche Probe auf dem Programm. Die wird sich ziehen, weil wir neben Easy auch Rosie und de Wissädälä spielen, und so gehen wir um 3:55 Uhr direkt über, eine dritte nächtliche Probe zu spielen.

Dann kümmert sich Sven um das leibliche Wohl der wenigen noch Anwesenden und zaubert um 5 Uhr ein sensationelles Vor-Frühstück in Form vom Schinggä-Aihjor-Nuudlä, dessen Vertilgung mitunter seit über 10.000 Jahren verdrängte Verhaltensformen an den Tag bringt:

Nachdem sich alle vollgefressen haben, gehen die Streber unter den letzten um 5:45 Uhr sogar noch Zähneputzen und um 5:51 Uhr herrscht die lang erwartete Ruhe im Haus.

 

 
 

SAMSTAG

Gerüchteweise sind die ersten ab 7 Uhr wach. Ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ an alle diejenigen, die die Sauerei vom Vorabend beseitigt und das Frühstück gerichtet haben!
Im Basement kommt es um kurz nach 9 Uhr zu einem First: 1. schlupft der Chronist mit einem ganzen Tag Verspätung in die offizielle Bermersbach-Kluft (Jogginghose und Birkenstocks) und 2. zieht er sogar eine frische Unterhose an… BEIDES hat es in all seinen Bermersbach-Jahren zuvor noch nie gegeben!!!

Dann geht er voller Elan (ja, das ist gelogen!) ins Erdgeschoss, erfreut sich allerbester Laune und sonnigem Gemüt (ja, das ist auch gelogen!) und mit einem herzlich geflöteten „Guten Morgen allerseits!“ (auch gelogen!) trägt er direkt zur entspannten und zufriedenen Atmosphäre im Frühstücksraum bei.

Aber nicht nur er ist ein wenig „derrangé“. Auch Holger jammert über ein bissele Kopfeleaua… wurde er doch den ganzen Vorabend genötigt, Schorle zu trinken!

Nur Lars schafft es, ein wenig Hollywood-Drama in unser schlichtes Heim zu bringen:

Unn ja: er hodd’s laud gruufä…

Unser Aushilfsphilosoph nimmt seine schlechte Laune vom Vor-Frühstück-Machen kurzzeitig wieder auf und beschwert sich lautstark:
„Scheisslaadä! Koi Zwiwwl, awwor etlichä Dutznd Netzä Mandarinlin!“

Und aufgrund eben dieses Vor-Frühstücks gibt’s Schinkeneier ohne Schinken.

Die sind trotzdem gut (hat der Chronist vom Hörensagen erfahren, er selbst war nicht in der Lage, diese zu dieser späten Frühstückszeit selbst zu verköstigen). Und führen auch direkt wieder zum für das Brohwäwocheend typischen Level. Karl-Heinz verliert auf dem Weg von der Pfanne auf den Teller ein paar Ei-Brocken.
Robin: „Karl-Heinz, wonn’d noch Eijor brauchsch… in moim Schohs hodd’s noch!“

Und zum zweideutigen, filosofischen Ansatz gesellt sich Lars mit seinr Lebenserfahrung.
Lars: „Dass‘ owwä gschdungä hodd, isch nedd on uns gleje. Do schafft’s Holz!“
Robin hatte eine andere Erklärung dafür: „Do owwä war e Tierreich… de gonze König der Löwen-Cast!“

Letztlich bleibt die Frage unbeantwortet. Genau wie die Frage, warum der Rasenmäher vor der Garage steht!? Gerüchte ranken sich und letztlich bleibt die wahrscheinlichste Erklärung, dass Jodd des Nachts entweder tatsächlich Gartenpflege betreiben wollte oder er für das Zubereiten des Vor-Frühstücks die Gasflasche gewechselt hat und der Rasenmäher einfach nur im Weg stand…

Jodd selbst muss man an dieser Stelle beglückwünschen, dass er keine Gartenarbeit durchgeführt hat. Das wär in seinem nächtlichen Zustand sicherlich nicht ohne Folgen geblieben! Eine davon am Morgen war:
Jodd: „… feschde Nahrung geht noch nedd!“
Und Robin hat für seinen Vater den entsprechenden Rat parat: „Ha donn dring’e Bior!“

Andere wiederum entdecken ihre Vorliebe für andere Leckereien.
Karl-Heinz: „Nemmsch emohl vunn dem Wildsau… käs!“

Echte Überraschung erweckt aber folgende Aussage:
Lars: „Spider! Ich hebb moi Zee gebudsd!“
Daniel: „Zeigemohl!“

Lars zeigt sich sowieso recht mitteilsam.

Über Patricks körperliches Engagement kurz vor finaler Bettruhe: „Alda! Hodd der miar uff de Bauch gedroschä! I hebb gedengd, miar reisst die Blohs! Do hosch gseje, dasses en Hewwl isch!“
Was Robin müde kommentiert mit: „Wachsemohl uff middem Viech!“

Der wird anschließend von seiner Mama betüttelt, was ihm sichtlich missfällt.
Karin: „Robin, willsch nedd noch e bissl nohliejä? Du musch doi Kepfele so heewä!?“
Robin: „Wie hemmor geschdorn gsungä? Hald die Schnuud, des dudd so guuhd…“

Dann wird auch der Chronist so langsam wieder fit und beteiligt sich an der allgemeinen Unterhaltung.
Daniel: „Der hohe Druck uff dem kloinä Körbor heiddemorjä!“
Sven: „Soi Unnorhohs derfsch nedd ohguggä!“

Dann erst taucht überraschenderweise seine Frau und unsere Organisatorin auf! Uwe wirft ihr ihr Verschlafen sogleich vor.
Uwe: „Du wollsch’d midd miar de Kaffee heidemohrjä richdä!“
Marion: „Ich hebb’s nedd vergesse… ich war nur voll em Schdress!“
Sven: „die ledschde beidä Worddä ware gloogä!“

Das lange Schlafen wurde auch Inge zum Verhängnis.
Inge: „Mir geht’s guhd! Ich hebb koi Kopfweh, moi Schdimm noch…“
Jenny: „Du hosch jo aah em lengschdä gschloofä!“

Uwe ist immer noch damit beschäftigt, dass er alleine den Kaffee kochen musste.
Uwe: „Ha du warsch heidemohrjä nedd in de Kich!“
Marion (mit Nachdruck): „Uwe! Wonni morjeds nedd in de Kich bin, was dengschen donn, wu i bin?“
Sven (denkt): „Enn de Saihch oder uffem Tobbbf!“

Warum auch immer erweckt irgendwann der offizielle Probenplan die Aufmerksamkeit der Anwesenden. Darauf hat sich jemand (Celine) künstlerisch zu betätigen versucht und wahlweise ein Susaphon (sie selbst), einen Tintenfisch mit was im Arm (Holger) oder auch eine Kloschüssel (Sven) verwirklicht! Aus tiefenpsychologischer Sicht ist sicherlich die letzte Aussage die bemerkenswerteste, setzt sie doch einen Run auf eben die freien Plätze im Keller in Gang…

Zum anschließenden Probenbeginn übernimmt Angst.
Sven: „Des middem Fatzä jezzord machdmor e bissl Engschd!“
Patrick: „Also wenn ich heidd koi Luschd meh hebb, hedd ihr all a koi Luschd meh…!“

Dann wundert sich Inge: „Wu sennen die onnarä?“
Marion: „Die werre sich hibsch machä!?“
Sven: „Do henn se viel zu duh!“

Bevor wir starten, holt Sven sich noch ein Getränk – isotonisch, weil’s ja gleich anstrengend wird.
Inge: „Bring miar bidde a e Bier midd. Awwa loss‘ noch zu!“
Sven (mit einem dicken Fragezeichen im Gesicht): „Willsch mich veraarschä?“
Inge löst auf: „Ich hebb noch en Dscheggie…“
Sven (erleichtert): „Ach so!“

Die Probe selbst beginnt mit einigermaßen Verwunderung (Marion sitzt vollkommen alleine auf ihrer Fensterbank: „Wu sennen moi Mensche do?“ und Verspätung (ca. 10 Minuten).

Zu Beginn richtet sich Bruder Patrick mit dem Wort zum Samstag an alle, indem er in sehr enthusiastischer und mitreißender Art und Weise aber letztlich völlig zu Recht die Disziplinlosigkeit der ersten Probe anprangert und sich ein konzentrierteres Schaffen für das anstehende Wochenende wünscht.

Da die ersten Getränke, die der Chronist und Schlagzeuger geholt hatte, sich bereits dem Ende zuneigen (das Wort zum Samstag war wirklich ein wenig zu lang!), erklärt sich Christina bereit, weitere zu holen.
Christina: „solli nochwas bringä?“
Inge: „E Schorle!“
Christina: „Was?“
Lars: „Unn e Rumpsteak!“
Christina: „Was?“
Lars: „Was?“

Anschließend kommt es zum ersten Schwund, weil unser Vilosov und seine Mama den Ort des Geschehens gen Heimat verlassen.

Dann beginnt unsere Samstagsprobe doch noch musikalisch und wir steigern uns in unsere neue Runde. Und rechtzeitig vor dem Anspielen von… was-auch-immer (hebbs nedd uffgrschriwwä unn vorgessä) erinnert Carina daran: „Hemma nedd gsahd, dassmor em Schbielä schdeje?“
Marion entrüstet: „Ich schdeh doch!!!“
Sven: „Die isch so kloi!“
Lars: „Des siehtmor blohs nedd bessor!“

Damit Patrick besser sieht, trinkt er einen Saft: „Ich dringemohl moi Viddaminä, donn konni nochher ruff unn nunnor rennä!“
Sven (Bezug nehmend auf das viele zugeführte Essen und die mannigfaltigen Getränke): „Des wärsch a missä!“
Christina: „Schdorzbrohb!“

Zum Summer mahnt Daniel an: „Rozzich schbielä! Mir senn e Guggemusich!“
Gibt eventuell einen T-Shirt-Spruch. Mal sehen…

Dann kommt es zu einem humanitären Zwischenfall in der Küche! Blutlachen vor dem Herd, beinahe Bewusstlose, die fluchtartig aus der Küche rennen, und wütendes Geschnaube des Geschädigten! Schon beim Durchzucken des Körpers mit dem Schmerz am beinahe vollständig abgetrennten Finger, war dem Geschädigten blitzartig bewusst: „Sch…! Der Schmerz geht eigentlich. Was bleed wärd, wärd des Gefrozzl!“ Und so war’s dann letztlich auch…

Holger beginnt seinen heldenhaften Notfalleinsatz, intensiv von seiner hübschen Assistentin Celine (leider nicht im entsprechenden Outfit) unterstützt! Der Dank des Chronisten ist euch beiden trotzdem gewiss!!!

Das Mittagessen bereiten dann andere zu.

Das Desaster für den Chronisten ist damit aber leider immer noch nicht beendet: es folgt das Druckerdesaster! Eigentlich sind ein paar neue Notenblätter auszudrucken, was aber leider aufgrund des nicht funktionierenden Druckers nicht möglich ist. Und da der Netzwerkadministrator aufgrund seines abgetrennten Fingernagels und der pochenden Schmerzen im Finger keinen Bock hat, ein Netzwerk einzurichten (einen Router hatte er genau dafür mitgenommen), bleibt’s auch dabei!

Dann übernehmen andere das Heft, was es dem Fingergeschädigten jedoch nicht leichter machte: unvergessen wird ihm bleiben, wie Lars als „Deepthroat-Queen“ mit Strohhalmen, die teilweise tief in seinen Bauch hineinragen, engagiert aus seinem Becher loddld. Könnte evtl. auch ein T-Shirt für Lars werden…

Der Chronist nimmt sich dann eine kleine Auszeit, da er die Satzprobe von 13-15 Uhr aufrund spritzenden Blutes ausfallen lässt. Da sich in seinem Schlafgemach die tiefen Bläser versammelt haben, muss er sich sogar noch nach einer alternativen Schlafstätte umsuchen. Er wird im Dachgeschoss fündig, auch wenn’s dort trotz offenen Fensters immer noch wie in einem Biberbau stinkt!

Pünktlich um 15 Uhr erwacht der Chronist! Magisch, genau zum richtigen Zeitpunkt: 1, 2, 3, 4… und es erklingt die Maiden-Runde im Erdgeschoss! Und zwar so, als ob 50 Bläser spielen würden! Er rennt die Treppe runter in den Proberaum: „Wu isch die onnor Gugg? So wie des geklungä hodd, muss do noch e onnori do sei…“ GEIL!

Dann verlassen Birgit und Selina den Rummel und wir verbliebenen gehen kollektiv in den gemütlichen Teil über – wobei sich zum Teil erschütternde Dramen abspielen. Highlight ist der Destroying Ass****** Mother******, ein neuer Grundschlag des Schlagwerks! Wird auch direkt auf Lars‘ Toms verewigt. Nedd, dassmor de Tiddl jemohls vorgessä deedä!!!!

Ein weiteres Drama spielt sich im Anschluss daran auf der Fensterbank ab. Lisa und Patrick sitzen nebeneinander und Lisa beugt sich nach vorne Richung Patricks Fuß.
Patrick: „I gebdor enn Tipp: midd de Nahs nedd so nooch on moi Fiehs!“
Lars bringt’s zielgerichtet auf den Punkt: „Generell nedd so nooch on de Patrick!“

Wer’s nicht gerochen hadd, war nedd debaij!

Dann tagt auch noch der Kostümausschuss in der Küche. Natürlich mit Lars, dem laut Daniel „Quoodekärl in dem Ausschuss!“. Seine laut vorgetragene und vehement verteidigte Idee, das nächste Kostüm mit „Hoogä, Niehdä, Keddä unn Eisering!“ verwundert (und erregt auch) den ein oder anderen und sorgt letztlich für gemischte Gefühle bei den Anwesenden…
Patrick bringt seine Gefühle zum Ausdruck: „Ich hogg mich a naggisch donunnor, wonn’s eich wichdisch isch!“ Als ob er nicht selbst auch den Wellnesstempel Männerdusche im Keller genießen würde!?

Generell ist seine Verbundenheit zum Basement bemerkenswert: „Ich heb ell-tee-ee… außor beim Kaggä! Do konnsch blohs Sudoko schbielä…“

Dann kommt endlich Lars aus der Küche gewackelt, wozu bereits die Gerüchteküche brodelte, ob es dort aufgrund des Konkurrenzkampfes beim gestrigen Hausschlabbä-Contest zum Zickenkrieg gekommen sei… aber anscheinend war’s dort oifach nur bleehd!
Daniel: „Bisch ferddich?“
Lars: „Noi, i hebb gsagd, ich muss pissä… awwor ich geh nimmi noi!“

Dann geht’s um die anstehende Körperpflege und wie aus dem nichts wird es Frühling im Aufenthaltsraum! Es duftet lieblich nach Blumenwiese, als Lisa frisch geduscht vorbeischwebt… Das begeistert auch ihren Freund.
Daniel: „Mir misse se abschlegge! Des hoddse so arrig gern!“
Lars bringt die Frage für alle Anwesenden auf den Punkt. „Wu?“

Und dann geht’s natürlich über in die Frage, wie sie wohl ihre Haare trocknen wird.
Inge: „Frochäma de Uwe, obbs en Fön hodd…“

Aufgrund der bisherigen Aussagen verwundert es nicht, dass die frisch Geduschte die anwesenden Jungens vollständig ignoriert. Das fällt sogar dem letzten Blinden auf…
Patrick: „Die Titanic isch geje en kleenorä Eisberg gloffä!“

Vom… äh von Schiffen geht die Diskussion zu Autos und Flugzeugen zur Bundeswehr.
Daniel zu Lars: „Du wärsch a bessor mol bei de Bundeswehr gwessd!“
Lars: „Do wäri Pilohd worrä… Deed mo schu gfallä! Weisch, sidsch em Cockpit, Fenschdor uff, Arm naus, owwdriwwor de Fuchsschwonz on de Ontenn! Klasse!“

Vielleicht war sein nicht erfüllter Traum auch der Anlass, beim Abendessen begeistert von seinen Sportkünsten der Vornacht zu erzählen. Leider gibt es keine Filmaufnahmen von seinem „Schdorzelbohm“. Und an nachfolgende Mieter des Hauses: bassd uff die Schdaadigg uff!

Überhaupt glänzt Lars mit einigen Aussagen.
Inge: „Unn donn bisch echd gege’d Glasdieh grennt?“
Lars: „Hajo… unn die war uff!!!“

Und dass in Rheinsheim unsere ehemalige Glocke Alex spielt.
Lars: „In Rhoisä schbield doch die Alex?“
Lisa: „Die schbield doch jetzt Flöhd…“
Lars: „… die geil Sau!“

Dann kommt noch seine innige Beziehung zu den beiden Köhler-Buwä zur Sprache („Middenä Köhlors hewwis hald!“) und wie erleichtert er ist, dass er sich gestern nicht am Likör 43-Desaster beteiligt hat:
Inge: „Zum Schluss hemmor nur noch Liggär 43 (die Aussprache bitte im Dialekt denken) gedrungä!“
Lars: „Do heehdi heidd de Durchmarsch!“

Lisa wird anschließend ebenfalls nochmal persönlich bedacht („Du wollschd doch roohde Lichdor ums Susaphon drumrum machä?! Donn hosch e roohds Loch!“) bevor er sich Carina widmet, die heute Abend zu einem (im Nachhinein völlig unnötigen) Auftritt ihrer Tanzgruppe fährt – und wieder zurückkommt!
Carina: „Ich hoff, ihr seid noch wach, wonni kumm!“ (diese Aussage alleine wäre schon gut gewesen)
Inge: „Mir senn noch wach!“
Lars: „De Viking und de Bäddmähn!“
Inge: „Wer?“
Lars: „De Viking unn… de Destroying Motherass******!“

Dann ist wieder Probe angesagt, die mit gefühlten 2 Stunden Versatz beginnt.
Sven zu Patrick: „Doi Ohschbrohch heidd Middag hodd nedd long ghaldä!“

Patrick ist jedoch viel zu sehr mit seinen Rückenschmerzen beschäftigt. Und dann kommt es für auch noch zum Super-Gau: Sven fatzt!
Patrick: „Des isch uhfair… ich konn middenä Riggäschmerzä nedd flichdä!“

Die Probe selbst verläuft unspektakulär. Nur die Streber (tiefes Blech) schreiben anschließend noch Noten bis tief in die Nacht…

Das gesellige und geruhsame Beisammensein am Abend wird einigermaßen ereignisarm. Looping Louis (Gabi: „Huuiiiiiii!“) und Klattschen sind nur für die Spieler interessant und leider hat das dosierte Getränkeinführen nicht die durchschlagende Wirkung auf die Stimmung und die Sprüche der Anwesenden. Einziges Highlight: Lars Latschen! Aber seht selbst: